Labrador Retriever



Heute will ich etwas vorstellen, wo ich zwar immer schon sozusagen ein Bein in der Tür hatte, aber mich doch nie so ganz dazu aufraffen konnte und unsicher war. Ich rede von BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter).
Meine Hunde bekamen immer Frischpansen, Herz, Schlund und Lunge, da der Metzger im Nachbarort es mir quasi umsonst abgab. Leider ist diese goldene Zeit nun vorbei und ich habe mich umgesehen, was es sonst noch so im Frischfleischbereich gibt. Mittlerweile und auch durch Emelies ständigen Hotspott, eine Hautallergie, die jedesmal nur nach Verfüttern von Trockenfutter auftrat, bewog es mich nun diesmal- ganz umzustellen und dies bin ich nun auch wirklich am durchführen.
Durch den großen Gemüsevorrat den wir im Augenblick im Garten haben, kann ich den Hunden viel vitaminreiches bieten. Auch macht mir das kurze Blanchieren und Herrichten vom Gemüse sehr viel Spass- sie bekommen Kräuter, und Öle, sei es Olivenöl oder Sonnenblumenöl oder auch Kokosöl das ich auch nun neu für die Küche entdeckt hat. Im Grunde nach bin ich genauso wie die Hunde am ausprobieren - und ich finde- es bekommt ihnen hervorragend- und mir macht es enormen Spass- und lecker sieht das doch aus- oder??
Es gibt mittlerweile wirklich gute Frischfleischlieferanten und auch wenn man sich mal bei seinem Metzger umhört kann man das eine oder andere vielleicht auch erwerben. Im Grunde weiß man es ja- und die kleinen Knöllchen in der Tüte, dessen Herkunft ach so arg doch im Dunkeln liegen, würden uns doch ehrlich gesagt auch nicht jeden Tag schmecken, oder???
Deswegen ist wirkliches Umdenken angesagt- auch mit 5 Hunden und einer großen Gefriertruhe mag ich es dennoch wagen und ihnen das bieten- was sie von Natur aus am beßten vertragen.
Wie auf dem Foto oben:
ein halbes Hühnchen mit gekochten Kartoffeln, Olivenöl, Baumrindenpulver und Basilikum, Stichfleisch. Guten Appetit.
Als Adresse erster Linie eignet sich das Tierhotel- hier kann man nach Herzenslust einkaufen und seine Vierbeiner Verwöhnen- artgerecht.
Aber schauen Sie ruhig mal selbst:
http://www.das-tierhotel.de/
und noch ein Bericht von der Hauptbestreiterin des Barfens schlechthin:

Was ist barfen

Im Deutschen wird BARF gern übersetzt mit: Biologisches Artgerechtes Rohes Futter.

Somit ist BARF ein Begriff, der Futter beschreibt, das aus frischen Zutaten vom Hundebesitzer selber zusammengestellt wird und roh verfüttert wird. Hierbei versucht man so weit wie möglich die Ernährung eines wild lebenden Kaniden, wie zum Beispiel die des Wolfes, zu imitieren. Der hohe Getreideanteil von Fertigfutter verursacht einige Probleme beim Hund. Die Magensäfte werden nicht ausreichend gebildet, weil der Schlüsselreiz Fleisch fehlt, folglich werden Bakterien nicht abgetötet, es kommt zu Fehlgärungen, Durchfall, Magenumdrehungen und Parasitenbefall. Die Bauchspeicheldrüse ist überfordert mit der Produktion von Enzymen zur Verdauung von Getreide, weil im hocherhitzten Fertigfutter kaum noch Enzyme vorhanden sind und die Verdauung des Hundes auf große Mengen von pflanzlicher Nahrung keineswegs eingestellt ist. Aus Sorge um die Gesundheit ihrer Hunde haben sich immer mehr Züchter und Hundebesitzer in den letzten Jahren gründlich mit der Ernährung ihrer Tiere befasst. Dabei sind viele auf die natürliche, artgerechte Ernährung mit rohem Fleisch und Knochen gekommen.

Inzwischen füttern viele Menschen ihre Hunde nach den Prinzipien von BARF und berichten von erstaunlicher Besserung ihres Gesundheitszustands. Hautprobleme verschwinden, die Hunde haben mehr Energie, die Hündinnen haben mit Trächtigkeit und Welpenversorgung weniger Probleme, und die Welpen wachsen langsamer und gesünder auf. Viele gesundheitliche Probleme verschwinden oder verbessern sich nach der Umstellung auf BARF. BARF zu füttern ist nicht wesentlich zeitaufwendiger oder teurer, als Fertigfutter zu füttern. Am Anfang machen sich viele Sorgen, dem Hund könnte etwas fehlen, und neigen dazu, zu viele Ergänzungsmittel zu füttern oder darauf zu achten, dass der Hund täglich alles bekommt. Mit der Zeit legen sich diese Sorgen, und der Zeitaufwand wird geringer. Fleisch und Knochen, die man zur BARF - Ernährung nutzt, sind meist Überbleibsel von Fleisch für unsere Ernährung und deswegen nicht teurer als ein mittelmäßiges Hundefutter.

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Gerade Hundehalter, die das Futterfür ihre Tiere selbst zusammen stellen, stehen oft vor der Frage:was darf mein Hund eigentlich fressen? Welche Obst- und Gemüsesortensind geeignet? Aber auch Hundebesitzer, die ihrem LieblingFertigfutter geben, sollten sich darüber bewusst sein, welche Dingeein Hund gefahrlos zu sich nehmen kann und welche nicht. Es gibtnämlich einige Nahrungsmittel, von denen man gar nicht vermutet,dass sie dem Hund schaden könnten.

Im Folgenden habe ich eineListe mit Dingen erstellt, die ein Hund nicht oder nur in geringenMengen fressen sollte. Die Liste erhebt natürlich keinen Anspruchauf Vollständigkeit.

Nahrungsmittel

Aufnahme möglich? Warum?

Symptome/Folgen

Auberginen

Nein, Auberginen enthalten Solanin sowie verschiedene Steroide.

Solanin reizt die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes, es kann nach der Resorption hämolytisch (Zerstörung der roten Blutkörperchen) wirken. Nach kurzer Erregung kann es hemmend auf das Nervensystem wirken: Unterdrückung der Atmung, der motorischen Zentren und in großen Mengen Herzstillstand

Avocados

Nein, einige Sorten enthalten Persin.

Herzmuskelschäden, Atemnot, Husten und Bauchwassersucht

Eicheln

Nur in geringen Mengen, denn Eicheln enthalten viele Gerbstoffe.

Magenschleimhautreizung, Erbrechen, Durchfälle

Erdnüsse

Nein.

Erdnüsse können bei Hunden epileptische Anfälle auslösen. Außerdem enthalten sie Trypsininhibitoren.

Gartenbohnen (roh)

Nein, rohe Gartenbohnen enthalten Glykoside (Phasin) sowie Trypsininhibitoren.

Fressunlust bis Futterverweigerung, Durchfall, bei schweren Vergiftungen Krämpfe, Hypertrophie der Pankreas, Tod

Gewürznelken

Nein, sie enthalten Oleanolsäure.

Durchfall und Übelkeit

Holunderbeeren (roh)

Nein, Holunderbeeren enthalten cyanogene Glykoside (Sambunigrin).

Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfen und Durchfall

Hülsenfrüchte (roh)

Nein, rohe Hülsenfrüchte enthalten Glykoside (Phasin), außerdem Tannine und Alkaloide sowie Trypsininhibitoren.

Fressunlust bis Futterverweigerung, Durchfall, bei schweren Vergiftungen Krämpfe, Hypertrophie der Pankreas, Tod

Kaffee

Nein, Kaffee enthält Koffein, Theophyllin sowie Theobromin.

Herzmuskelstörungen, Neurologische Störungen

Kakao/Schokolade

Nein, Kakao und Schokolade enthalten das für Hunde giftige Theobromin.

Durchfall, Erbrechen, Zittern, Krämpfe, Lähmungen, Bewusstseinsstörung bis hin zum Tod, Tödliche Dosis: 60 g Milchschokolade, bzw. 8 g Blockschokolade (je nach Kakaogehalt) pro kg Körpergewicht

Kartoffeln (roh)

Nein, rohe Kartoffeln enthalten Atropin, Solanin und Glykoside (Phasin).

Tremor (Zittern) u. Herzrhythmusstörungen, siehe auch: Auberginen

Knoblauch

Ja, aber nur in kleinen Mengen. Knoblauch enthält Allylpropylsufid und N-Propyldisulfid.

Knoblauch ist in geringen Mengen sehr gesund für Hunde, da Knoblauch antibakterielle, antivirale und antiparasitäre Eigenschaften hat. Er enthält auch viele ätherische Öle, die den Milchsäuregeruch der Haut überdecken - dieser lockt nämlich unter anderem Zecken und andere Parasiten an. Erst ab 5 g pro kg Körpergewicht des Hundes kann Knoblauch zu einer Anämie führen, das entspricht einer Menge von ca. 150g Knoblauch (ca. 50 Knoblauchzehen) für einen 30 kg Hund.

Macadamia Nüsse, Bittermandeln, Muskatnuss, Bambus

Nein, sie enthalten cyanogene Glykoside.

Muskelschwäche, allgemeine Schwächung des Bewegungsapparates und teilweise geschwollene Extremitäten

Obstkerne

Nur in geringen Mengen, denn Obstkerne enthalten Blausäure.

Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Atemnot, Krämpfe

Paprika, grün und gelb

Nein, grüner und gelber Paprika enthält das für Hunde giftige Solanin. Im Reifungsprozess wird das Solanin abgebaut, weswegen roter Paprika gefüttert werden kann.

Solanin reizt die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes, es kann nach der Resorption hämolytisch (Zerstörung der roten Blutkörperchen) wirken. Nach kurzer Erregung kann es hemmend auf das Nervensystem wirken: Unterdrückung der Atmung, der motorischen Zentren und in großen Mengen Herzstillstand.

Quitten

Nein, sie enthalten viele Tannine (Gerbstoffe).

Magenschleimhautreizung, Erbrechen, Durchfälle

Tomaten (unreif)

Nur in kleinen Mengen, denn Tomaten enthalten Atropin, cyanogene Glykoside sowie Solanin.

Erbrechen, Störung der Gehirnfunktion und Schleimhautreizung, bei schweren Vergiftungen Koma und Tod

Walnüsse (unreif)

Die Nuss und deren braunen Schale sind nicht giftig. Die grünen Fruchtschalen jedoch können von einem Pilz befallen sein, der das Gift Roquefortin C produziert.

Stark neurotoxische Wirkung bis hin zum Tod

Weintrauben/Rosinen

Nein, oder nur in Kleinstmengen. Die Ursache für die toxische Wirkung ist  noch unklar.

Ab 11,6 g Trauben pro kg Körpergewicht des Hundes führen Weintrauben/Rosinen zu Nierenversagen.

Xylit (Süßstoff)

Nein, dieser Süßstoff ist giftig für Hunde. Grundsätzlich sollte man Hunden keinen Süßstoff geben.

Xylit hat bei Hunden einen stark Insulin-ausschüttenden Effekt, der zu Hypoglykämie führen kann, aber auch schwere Leberschädigungen bis zum Leberversagen und Gerinnungsstörungen können eine Folge sein.

Zwiebeln

Ja, aber in kleinen Mengen. Zwiebeln enthalten Allylpropylsufid und N-Propyldisulfid.

Ab 15 - 30 g pro kg Körpergewicht des Hundes können Zwiebeln zu Durchfall, Erbrechen verursachen, ab 50 g pro kg Körpergewicht können Zwiebeln zu einer Anämie führen.


Natürlich gilt bei den genannten Lebensmitteln: „Allein dieMenge macht das Gift“. Man muss also nicht in Panik geraten, wennder Hund mal ein Stück Tomate oder eine Weintraube frisst. Mansollte eben darauf achten, dass der Hund sich zu diesen Dingen keinenfreien Zugang verschafft und sie in entsprechenden Mengen zu sichnimmt.

Anders verhält es sich mit Medikamenten aus demHumanbereich - diese können bereits in Kleinstmengen schwerwiegendeKonsequenzen haben. Es gibt natürlich auch Medikamente, die fürHunde geeignet sind, aber die Gabe sollte man dringend mit einemTierarzt abstimmen. Auch Alkohol, Nikotin oder andere Drogen sollteman natürlich einem Hund niemals verabreichen.

Außerdemsollte man speziell bei der Frischfütterung/BARF folgendegrundlegende Dinge beachten:

  • Nie gekochte Knochen verfüttern: diese können splittern und lebensgefährlich sein. Knochen IMMER roh füttern.

  • Fleisch nie unter Luftabschluss auftauen lassen: das Bakterium Clostridium botulinum könnte sich im Fleisch vermehren und einen Giftstoff ausschütten, der für Hunde tödlich ist.

  • Kein Rohes Schweinefleisch füttern: es kann das Aujeszky-Virus enthalten, das eine für Hunde tödliche Krankheit hervorrufen kann.

  • Kehlkopf oder Kopffleisch-Mixe nur in geringen Mengen füttern: oftmals ist Schilddrüsengewebe mit entsprechenden Schilddrüsenhormonen enthalten, die bei regelmäßiger Fütterung die Funktion der Schilddrüse beeinflussen können.

  • Thiaminasehaltigen, rohen Fisch (z.B. Karpfen, Hering, Hecht, Kabeljau, Flunder, Thunfisch) nur in Maßen füttern oder gleichzeitig Bierhefe füttern: Thiaminase vernichtet das Vitamin B1. Thiaminase wird durch Erhitzen zerstört.

  • Leber nur in angemessenen Mengen füttern: sie enthält sehr viel Vitamin A, welches nicht wasserlöslich ist und somit überdosiert werden kann.

  • Jodhaltige Algen nur in geringen Mengen füttern: Hunde tolerieren zwar auch große Mengen an Jod, aber viele Lebensmittel sind in Deutschland bereits mit Jod angereichert und eine Überversorgung kann eine Schilddrüsenunterfunktion herbeiführen

  • Oxalsäurehaltige Nahrungsmittel (Mangold, Spinat, Grünkohl, Rharbarber, Amaranth) sollte man in Maßen füttern, da sie die Aufnahme von Calcium hemmen.


Es gibt auch eine ganze Reihen von Beeren, die nicht nur fürHunde giftig sind, z. B.: Einbeere, Faulbaum, Goldregen, schwarzerHolunder, Kermesbeere, Kirschlorbeer, Echter Kreuzdorn, GemeinerLiguster, Schwarzer Nachtschatten, Schneeball, wolliger Schneeball,Immergrüner Schneeball, Tollkirsche, Wießwurz.

Auch gewisseZimmerpflanzen können für Hunde durchaus gefährlich werden, z. B.:Alpenveilchen, bestimmte Ficus Arten inkl. Feigenbaum, Gummibaum,Birkenfeige, Banyanbaum, Bobaum, Geigenfeige, Kletterficus sowie Stechplame (bekannt als Weihnachtsdeko), Drudenfuß(=Mistelzweig), Einblatt, Fensterblatt, Flamingoblume, Klivie,Korallenbaum, -kirsche,-strauch, Kroton, Wunderstrauch, Krebsblume,Philodendron, Weihnachsstern und Zimmerkalla.

Und gewisseGartenpflanzen sollten Vierbeiner auch nicht fressen, z. B.:Alpenrose, Adonisröschen, Akelei,  Amaryllis, Anemone,Aronstab, Blauregen, Buchsbaum, Clematis, Eibe, Engelstrompete, Efeu,Fingerhut, Fliegenpilz, Geissblatt, Ginster, Goldregen, Heliotrop,Herbstzeitlose, Hortensie, Hyazinthe, Kartoffelpflanze,Kirschlorbeer, Lebensbaum, Maiglöckchen, Narzissen, Osterglocke,Oleander, Pfaffenhütchen, Primel, Rittersporn, Schneeglöckchen,Tollkirsche, Tulpe, Wasserlilie, Zypressenwolfsmilch

Was aber sollte man tun, wenn der HundVergiftungserscheinungen zeigt?

  • Zunächst gilt es, eine weitere Giftaufnahme zu unterbinden, um dann so schnell wie möglich einen Tierarzt aufzusuchen.

  • Niemals sollte man Erbrechen auslösen! Auch wenn man meint, damit dem Tier zu helfen. Ein Brechmittel zu verabreichen gehört in die Hände eins Fachmanns.

  • Wenn möglich, Proben des Giftstoffes einsammeln

  • Keine eigenständige Medikation vornehmen!


P.S. Für ergänzende Hinweise oder Korrekturen bin ich dankbar...